Peggy Guggenheims goldene Jahre in Paris

Peggy Guggenheims goldene Jahre in Paris

In den goldenen Zwanzigern zog es die Kunstsammlerin Peggy Guggenheim nach Paris. Die Stadt war zu dieser Zeit sehr en vogue, an der Seine warteten ungeahnte Freiheiten auf die junge Amerikanerin. Alle Welt sprach über die französische Hauptstadt, allen voran die Künstler Europas, denn Paris war zu dieser Zeit auch das Zentrum der dadaistischen und surrealistischen Bewegung. Auch Peggy kam hier zum ersten Mal intensiv mit der Kunst in Berührung, auch wenn sie erst Ende der Dreißiger Jahre seriös zu sammeln begann und viele der Künstler erst ab diesem Zeitpunkt besser kennenlernte.

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Peggy Guggenheim liebte Paris. Foto: Roloff Beny / Courtesy of National Archives of Canada, Guggenheim Museum Venedig

Peggy Guggenheim und Paris – eine Leidenschaft für das Leben

Zu diesem Zeitpunkt, als Peggy zunehmend begann sich als Kunstliebhaberin einen Namen zu machen, war sie bereits verheiratet, hatte Kinder und pendelte zwischen Paris und den Vereinigten Staaten hin und her. Wie groß Peggys Leidenschaft für die Kunst war, lässt sich auch daran erkennen, dass sie auch dann weiterhin in Paris blieb, als die Deutschen die französische Hauptstadt unter Hitler besetzten. Peggy, die Jüdin war, verschwendete kaum einen Gedanken daran, dass sie dadurch möglicherweise ihr Leben riskierte sondern war stattdessen damit beschäftigt, wie verrückt Kunst zu erwerben. Wie in einem Wahn kaufte sie in dieser Zeit bis zu ein Gemälde am Tag, dennoch wäre es falsch zu sagen, sie hätte die prekäre Situation der Künstler ausgenutzt, denn viele der Maler waren auf finanzielle Unterstützung wie die ihre dringend angewiesen und daher froh, wenn sie einen Abnehmer für ihre Werke fanden.

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Einen Großteil ihrer Sammlung erwarb Peggy in Paris. Foto: Roloff Beny / Courtesy of National Archives of Canada, Guggenheim Museum Venedig

Glückliche Erinnerungen an Paris

Hinzu kam, dass Kunst damals günstig war, sich die Preise keinesfalls mit den heutigen vergleichen ließen,  Peggy Guggenheim konnte so Werke, die heute einen enormen Wert besitzen, für einen Preis unter 500 Dollar kaufen. Trotzdem “shoppte” sie nicht wahllos, denn sie hatte durchaus eine Vision und ein Verständnis von den interessanten künstlerischen Strömungen und ihren einzelnen Vertretern.

Ihre Pariser Jahre, denen die Regisseurin Lisa Immordino Vreeland in ihrem Film „Peggy Guggenheim. Ein Leben für die Kunst“ besondere Aufmerksamkeit widmet, sollten für Peggy bis an das Ende ihres Lebens eine besondere Rolle spielen. Nicht nur, weil ein großer Teil ihrer Sammlung aus dieser Zeit stammt, sondern auch, weil die Zeit in Paris für Peggy mit glücklichen Erinnerungen an die Anfänge ihrer Laufbahn als Kunstsammlerin verknüpft war.

Peggy Guggenheim liebte Paris
Ihrer Vision, ein eigenes Museum zu eröffnen, kam Peggy Guggenheim während ihrer Zeit in Paris näher. Foto: Roloff Beny / Courtesy of National Archives of Canada, Guggenheim Museum Venedig

 

 

 

 

 

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