Meister der Floating Piers: Meet and Greet mit Christo

Ein schwimmendes Kunstwerk

Christos jüngster Streich, die Floating Piers am am Lago d’Iseo  in Oberitalien, gehörten zu den Kunsthighlights des vergangenen Jahres. Wie beeindruckend war doch der kilometerlange Weg aus schwimmenden Stegen, auf denen wir über den See wandeln konnten. Verheißungsvoll funkelnd wie goldene Strahlen der Sonne, lagen sie auf dem Wasser. 1,2 Millionen Menschen überquerten in nur sechzehn Tagen das begehbare Kunstwerk, dass der 81 jährige Christo scheinbar aus dem Nichts gezaubert hatte.

Die Floating Piers haben uns begeistert, nicht nur weil wir an diesem außergewöhnlichen Erlebnis teilhaben durften, sondern auch weil durch Christos Projekte immer ein Hauch von Freiheit weht. Seine Werke sind nicht käuflich, niemand kann sie besitzen. Sie entstehen und existieren nur für einen Moment. Alles was bleibt, ist die Erinnerung an ein kollektives Staunen.

Christos Floating Piers. Foto: Taschen Verlag

Freiheit – Christos höchstes Gut

Dabei steckt hinter Christos traumartigen Werken harte Arbeit. Erst nach mehrjähriger Vorbereitung konnten die Floating Piers nach seinen exakten Vorstellungen angefertigt werden – aus 220.000 Kunststoff-Würfeln die extra für die Floating Piers hergestellt und aneinander gesetzt  wurden. Ganze 15 Millionen Euro hat das gekostet. Finanziert wurde das Projekt ausschließlich durch den Verkauf von Christos Bildern, auch hier seinem Leitmotiv „Freiheit“ folgend.

In einem Interview, das Christo Arte Metropolis gab, verriet der Künstler begeistert: „Diese enorme Leidenschaft und Behutsamkeit der Menschen! Ich war hin und weg! Keiner hat sich beschwert. Die Menschen standen und warteten darauf, auf die Piers zu laufen. Und das ist vielleicht das Schönste am Projekt: Wir haben 1,2 Millionen Menschen laufen lassen, um nirgendwohin zu gehen. Sie gingen nicht einen Freund besuchen oder shoppen … sie gingen ins Nirgendwo.“

Christo lässt uns auf dem Wasser wandeln. Foto: Taschen Verlag

Wer Christo persönlich begegnen und mit ihm in Erinnerung an die Floating Piers schwelgen möchte, hatte jetzt Gelegenheit dazu. Im Flagshipstore des TASCHEN Verlag signierte er zwei Stunden lang Bildbände zu seinem atemberaubenden Projekt. Und die Berliner standen natürlich Schlange. Impressionen vom Treffen mit dem großen Meister findet Ihr hier. 

Christo bei der Signiertsunde. Foto: Taschen Verlag

 

 

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