Worth watching: Biking Boom – Das Fahrrad in Kunst und Pop

Das Fahrrad ist ein Meisterwerk. Seine Form ist poetisch, seine Mechanik perfekt und auch seine Symbolik veraltet nicht. Deshalb inspiriert es seit mehr als hundert Jahren Künstler aus aller Welt. Marcel Duchamps „Roue de bicyclette“, Ai Weiweis Radskulptur „Forever“ oder Alicja Kwades „Reise ohne Ankunft“ beweisen, dass beeindruckende Werke entstehen können, wenn Kunst und Fahrradkultur aufeinandertreffen.

Im New Yorker Atelier von Taliah Lempert. Foto: Kobalt Productions

New York

Die wohl einzige Fahrradmalerin der USA lebt in New York. Taliah Lempert kennt seit 20 Jahren nur ein Thema: Fahrräder. Hunderte von Radporträts sind unter ihrem Pinsel entstanden. Taliah war früher selbst Radrennfahrerin, in ihrem Loft in Brooklyn hängen unzählige historische Räder, das älteste ist gut hundert Jahre alt.

Taliah Lempert in New York. Foto: Kobalt Productions
Auch die polnischstämmige Streetartistin Olek, die ebenfalls im Big Apple lebt, setzte sich in ihrer Kunst schon mit Bikes auseinander. Olek häkelt alles ein, was ihr unter die Finger kommt – ob Autos, Züge oder Fahrräder. Mit diesen „Urban Interventions“ will Olek den Blick auf das lenken, was man im Alltag übersieht, weil es einem zu vertraut ist. Und da gehören Fahrräder ganz sicher dazu.
Olek. Foto: Kobalt Productions

Imola

In Italien übernimmt diese Aufgabe Gianluca Gimini. Er führt in Imola ein besonders kurioses Experiment durch. Gianluca bittet Passanten, aus dem Gedächtnis ein Rad zu zeichnen. Die so entstandenen Skizzen hat der Designer dann am Computer in Modelle verwandelt. Kaum eines dieser Fantasie-Räder wäre in der Realität fahrtüchtig. Aber die Kunstwelt verdankt Giminis Experiment unzählige neue kreative Modelle.

BERLIN

Einer, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die kreativsten Fahrräder der Welt in einer Trilogie zu vereinen ist der Verleger Robert Klanten. In seinem Berliner Gestalten Verlag sind die drei umfangreichen Velo Bänder erschienen.

Auch die Tour de France fasziniert Künstler aller Genres: zum Beispiel den Fotografen Andreas Gursky, der sogar dabei Half den Start der Tour de France nach Düsseldorf zu holen oder die Elektropioniere Kraftwerk, die mit ihrem Song „Tour de France“ 1983 die Hymne zum Rennen lieferten.
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